11. Die EVP – verlässliche Partnerin für eine zahlbare Gesundheitspolitik

Jeder Mensch möchte gesund sein. Gesundheit ist letztlich ein Geschenk Gottes, mit dem sorgsam umzugehen ist. Sie kann aber nicht erzwungen werden. Auch Krankheit und Behinderung gehören zum Leben. Menschen, die davon betroffen sind, sind in erster Linie persönlich herausgefordert. Sie haben aber auch Anspruch auf Solidarität der Gesunden und auf die notwendige Hilfe und Pflege.

11.1. Einem leistungsfähigen Gesundheitswesen Sorge tragen

Ein leistungsfähiges, qualitativ hoch stehendes und allen zugängliches Gesundheitswesen trägt wesentlich zum Wohlergehen der Bevölkerung bei. Dazu gehören Apotheken, Arztpraxen und Spitäler für die medizinische Hilfe, und Angehörige, Spitex sowie Spitäler und Krankenheime für die notwendige Pflege. Zentral ist die Prävention. Weil im Gesundheitswesen der Mechanismus von Angebot und Nachfrage nicht funktioniert, muss der Staat lenkend eingreifen. Ausserdem muss er dafür sorgen, dass die Grundversicherung für alle erschwinglich bleibt.

Die EVP fordert:

  • Gleicher Zugang zu medizinischen Leistungen für alle
  • Öffentliche Diskussion über die Rationierung von Behandlungsmethoden
  • Stärkung der Stellung der Hausarztmedizin und Allgemeinmedizin
  • Kantonsübergreifende Koordination der Spitzenmedizin mit Schwerpunktbildung
  • Förderung von Gruppenpraxen
  • Vermehrter Einsatz von Freiwilligen in der Betreuung von Alten sowie von körperlich, geistig und psychisch Behinderten
  • Ausbau der Spitex-Leistungen in allen Gemeinden
  • Prämienverbilligung für alle wirtschaftlich schwachen Bevölkerungskreise
  • Vermeidung von Doppelspurigkeiten in der medizinischen Versorgung
  • Senkung der Verwaltungskosten
  • Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Krankenkassen und Spitälern
  • Zumutbare Arbeitsbedingungen für das Personal im Gesundheitswesen
  • Massnahmen, um dem sich abzeichnenden Mangel an Pflegepersonal und ärztlichem Personal zu begegnen
  • Förderung hoher Qualität in der Medizin unter Beachtung von Wirksamkeit, Zweckmässigkeit, Wirtschaftlichkeit und ethischen Standards in Diagnostik, Behandlung und Forschung.

11.2. Prävention und Eigenverantwortung stärken

Krankheit ist nicht nur Schicksal, sie kann durch eine gesunde Lebensweise teilweise vermieden wer-den. Eine gut ausgebaute Prävention kann wesentlich dazu beitragen.

Besondere Anstrengungen sind in der Suchtprävention sowohl bei den legalen Drogen (Alkohol, Ta-bak, Medikamente) wie auch bei den illegalen Suchtmitteln notwendig. Schon der Einstieg in die Sucht muss möglichst erschwert werden. Bezüglich der illegalen Drogen unterstützt die EVP die 4-Säulen-Politik des Bundes (Prävention, Repression, Überlebenshilfe und Therapie), dies mit dem Ziel, den Ausstieg aus der Drogensucht mit allen geeigneten Mitteln zu fördern.

Die EVP fordert:

  • Erhöhung der Abgaben auf Alkohol und Raucherwaren
  • Werbeverbot für Alkohol und Tabak
  • Durchsetzung des Rauchverbots in öffentlichen Räumen
  • Durchsetzung des Verkaufsbeschränkungen für legale Drogen an Jugendliche
  • Ausbau des Präventionsangebots in den Schulen und in der Elternbildung
  • Ausbau des Netzes von ambulanten Therapie-Einrichtungen
  • Bekämpfung offener Drogenszenen

Mehr Mittel für den Kampf gegen den organisierten Drogenhandel und die Geldwäscherei.

11.3. Das Leben von Anfang bis Ende schützen

Die EVP setzt sich für den Schutz des Lebens ein.

Die EVP fordert:

  • Hilfe an Frauen, die durch ungewollte Schwangerschaft in eine seelische oder finanzielle Notlage geraten
  • Unterstützung von Institutionen, welche sich dieser Frauen annehmen
  • Achtung der Gewissensfreiheit des medizinischen Personals. Wer es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, bei Abtreibungen mitzuwirken, darf keine Benachteiligung erfahren.
  • Ausbau der Palliative Care
  • Verbot des Sterbetourismus
  • Vollständige Überwälzung aller Kosten, die der Öffentlichkeit bei Suizidbeihilfe entstehen, auf die Sterbehilfe-Organisationen.